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Music: Is It You?
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because tonight I'm so inspired. I feel the beat it takes me higher. To break free is my desire...

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WHEN NIGHTMARES BECOME REAL…

Ich konnte es einfach nicht glauben, als ich den Brief der Schule in der Hand hielt. Das konnte doch nicht wahr sein!!! Musste ich nicht schon genug Zeit mit all den Sportlern und Cheerleadern meiner Stufe in einem Klassenraum verbringen? Ja, eindeutig! Und ich hätte nie für möglich gehalten, dass ich noch mehr Zeit mit ihnen verbringen müsste – schon gar nicht eine ganze Woche lang.
Ihr, die Schülerinnen und Schüler des 11. Jahrgangs der WHS, habt in diesem Jahr als erster Jahrgang an der Wilmington High School, in der 11. Klasse das Privileg, auf Klassenfahrt fahren zu dürfen. Natürlich wird diese dazu genutzt, euer Wissen zu erweitern, doch auch der Spaß soll nicht zu kurz kommen. Anbei liegt ein Zettel für eure Eltern, der sie über die Kosten informieren wird. Da sich die Schulleitung ausführlich über das Programm dieser Klassenfahrt Gedanken gemacht hat, ist erst seit heute sicher, dass sie stattfinden kann und wird. Leider kommt die Mitteilung deswegen etwas kurzfristig, doch ich hoffe ihr werdet den Aufenthalt in Jacksonville genießen. Am Montag, dem 4. Juni 2008 erwarten euch die Aufsichtspersonen der Klassenfahrt um 10 Uhr auf dem Parkplatz der Schule. Ich erwarte, dass ihr dort alle pünktlich erscheint und hoffe, dass ihr untereinander Fahrgemeinschaften gründen könnt, da uns leider kein Bus zur Verfügung steht.
David Marks, der Schulleiter
Sollte das vielleicht ein verspäteter April-Scherz sein? Ich sollte tatsächlich nach Florida mit allen Schülern meines Jahrgangs?
Doch es war kein Traum. Eine Woche später stand ich mit meinem hellblauen Mustang Cabrio auf dem Schulparkplatz und wartete darauf, dass irgendwer das Startzeichen gab. Meine Freunde Samantha, Jennifer, Ashley, John, Tim, Jake und Steve saßen ganz in meiner Nähe. Sam fuhr in meinem Wagen mit, die anderen verteilten sich auf zwei weitere Autos – und wir alle warteten nur darauf, dass wir losfuhren.
„Ist das zu fassen? Ich glaub es einfach nicht! Ich meine, was soll das überhaupt? Leiden die Lehrer unserer Nation etwa an Gedächtnisschwund und haben vergessen, wie ihre High School Zeit war? Oder denken die tatsächlich, sie hätten so guten Einfluss auf die heutige Generation, dass sich die Cliquen-Bildung vollkommen aufgelöst hat und wir uns alle lieben wie die Hippies?“ Ich sah Sam unglaubwürdig an.
„Ich fürchte es muss eine Mischung aus Beidem sein. Sonst würden die uns sicherlich nicht zwingen alle zusammen 5 Tage „Urlaub“ unter Aufsicht in Jacksonville zu machen!“, sagte sie und seufzte. „Da wäre mir Physik ja noch lieber…“
Sam hasste Physik, genauso wie ich und ich konnte ihre Ansicht der Dinge vollkommen nachvollziehen. Es war nun mal sinnlos. Fast so etwas wie eine Foltermethode. „Und das Schlimmste ist ja, dass die uns noch nicht mal sagen, was uns da erwartet!!! Ob wir nun einen Tag nach dem anderen in irgendwelchen Museen verbringen, oder auch mal Freizeit haben… Die machen aus allem ein großes Geheimnis und irgendwie macht mir das Sorgen. Lehrer haben nun mal eine verdrehte Sicht der Welt…“, sprach ich das aus, was ich die ganze Zeit dachte. Sam nickte und setzte sich ihre Sonnenbrille auf, als ein lautes Hupen zu hören war: Es ging los.
Wir fuhren ganze sechs Stunden lang, die mir erträglicher vorkamen, als der Gedanke daran, was uns in Jacksonville wohl erwarten würde. Sam hatte ihren iPod an meine Autoanlage angeschlossen und mich richtig zum Lachen gebracht, als ich plötzlich „Bye Bye Bye“ von NSync wahrnahm. „Wie war das? Not A Girl war der totale Flop… und trotzdem imitierst du immer noch deine Lieblingsszene“, neckte ich sie kopfschüttelnd und machte trotzdem mit. Zwar sahen uns unsere Freunde in den Autos vor und hinter uns, doch das war uns gerade egal. Wir fingen an mitzusingen und genossen den Wind und die Sonne, die uns ins Gesicht kamen. Sam hatte eine richtig gute Stimme, weshalb ich mich zurückhalten konnte. Ich versuchte es so oft wie möglich zu vermeiden, dass irgendwer mich singen hörte.
Endlich an unserem Hotel angekommen, war ich doch etwas überrascht: Das sah gar nicht mal so übel aus. Oder besser gesagt: Es sah sogar ziemlich gut aus. Wir bekamen Doppelzimmer und so packten Sam und ich schnell unsere Sachen aus.
Die Besprechung des restlichen Tages im Foyer des Hotels verging schneller, als ich gedacht hätte und auch wenn wir 150 Schüler und 15 Aufsichtspersonen waren, entstand wenig Chaos – das grenzte schon an eine Art Wunder, auch wenn ich nicht an Wunder glaubte. Den Rest des Tages hatten wir zur freien Verfügung und deswegen machten Jenny, Ash, Sam, Jake, John, Tim, Steve und ich uns einen schönen Tag am Strand.
Alles war ziemlich unspektakulär und führte nur dazu, dass mir Jacksonville erstaunlicherweise gefiel. Wir hatten eine Menge Spaß und irgendwie fand ich es fast unheimlich, dass die nächsten zwei Tage genauso ablaufen sollten – nur mit einem Museumsbesuch zusätzlich. Aber konnte man damit nicht leben? Ein wenig Kultur schadete nie.
„Casey!“, rief mich Sam aus dem Zimmer, während ich mir gerade im Bad die Haare föhnte. „Ich weiß nicht, was ich anziehen soll!“
Ja, das konnte ich irgendwie gut. Ich selbst war ein Typ, der immer so natürlich wie möglich aussehen wollte. Ich war nicht hässlich, aber meine blasse Haut störte mich manchmal. Egal wie lange ich mich an den Strand legte – sie wollte einfach nicht braun werden! Ich ging wirklich gerne shoppen, aber ich war keine dieser Tussis, die total oberflächlich waren. Ich liebte es stattdessen, Leute genauer kennenzulernen und ihnen zu helfen oder einfach nur mit einem guten Buch am Strand zu liegen. Dazu kam, dass gerade das „kennenlernen“ etwas schwierig war, da ich einfach nicht gut darin war, neue Leute anzusprechen. Der erste Schritt nun mal. Es gab nur zwei Sachen, in denen ich etwas mehr Selbstbewusstsein vorweisen konnte, als in anderen Situationen: Englisch und das Tanzen. Ich liebte Englisch, wegen all der tollen Bücher und war wirklich gut darin – um nicht zu sagen, die beste Schülerin des Kurses, auch wenn ich das nie zugegeben hätte. Und das Tanzen? Ich tanzte schon seit Jahren. Egal ob Standard, Latein, Hip Hop oder Freestyle. Aber am Liebsten war mir eine Mischung aus allem zusammen. Meine Freunde schätzten mich als Beziehungsberaterin, da ich immer gute Tipps auf Lager hatte, obwohl ich NIE auch nur den leisesten Anflug einer Beziehung hatte. Das kam mir manchmal doch etwas komisch vor – und nun, mit 17 fühlte ich mich nur noch unterentwickelt – zumindest in Sachen Liebe. Auch wenn ich nicht gerade den Eindruck hatte, mir würde im Leben etwas fehlen, damit ich glücklich sein konnte. Denn glücklich war ich auf jeden Fall. Sam hatte schon längere Zeit eine Schwäche für Jake, was mir wohl eher aufgefallen war, als ihr selbst, doch nun war sie immer etwas hilflos, wenn es um ihn ging. Umso mehr Grund dafür, mit ihr ein Zimmer zu teilen. Ich wollte doch, dass die Beiden irgendwann mal zusammenkommen würden! Ich ging in das Zimmer zurück, holte ein rotes Kleid aus dem Schrank und reichte es Sam. „Das wird ihn umhauen!“, sagte ich grinsend und merkte, wie Sam erleichtert durchatmete. An dem leicht feuchten Gefühl auf meinen Augenlidern merkte ich, dass meine Wimperntusche wohl noch nicht vollkommen trocken war und schloss deswegen schnell wieder meine Augen, bevor ich zurück ins Bad ging. „Au!“ Ich schrie kurz auf, bevor ich stöhnte. Scheinbar war ich gegen irgendeinen kleinen Tisch oder so etwas gelaufen. Na klasse.
„Alles in Ordnung, Casey?“, wollte Sam hinter mir wissen und ich nickte nur: „Ja, schon okay…“ Das war ja mal wieder typisch! Ich war wirklich verdammt ungeschickt – was mein Leben nicht gerade vereinfachte.
Eine halbe Stunde später waren wir fertig und trafen unten in der Lobby auf die Anderen. „Wow, ihr seht klasse aus!“, fiel Jake auf und ich merkte, wie ich rot wurde – auch wenn es höchstwahrscheinlich eher auf Sam bezogen war. Ganz abgeneigt war Jake schließlich auch nicht, auch wenn er es immer versuchte zu verbergen. Den Rest des Abends verbrachten wir in einer Cocktailbar, da die Jungs ihre gefälschten Ausweise dabeihatten. Ich nahm  alkoholfreie Pina Coladas, aber die Anderen hielten sich nicht gerade zurück. Glücklicherweise waren die Aufsichtspersonen wohl auch unterwegs, als wir zurückkamen, weshalb wir uns auf unsere Zimmer stehlen konnten.
4.6.08 17:24
 


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